Freiheit und Verbindung ohne Internet?

von | 15. Okt 2015 | 0 Kommentare

Kulturkritisches von Richard Williams geistert wieder durch die Chroniken meiner Freunde. Seine Botschaft scheint die Menschen zu berühren.

 
Aber war früher alles besser? Lebten und liebten wir vor der digitalen Revolution intensiver? Ich nicht. Facebook und YouTube, Gmail und Skype, Google und Wikipedia bereichern mein Leben. Wer Williams‘ Botschaft wirklich ernst nimmt, steigt aus: Telefon in den Müll, ISP kündigen und wieder unter Menschen.

Williams zu liken und zu teilen, erscheint mir selbstwidersprüchlich. Aber vielleicht geht es auch um den Wunsch, dass die anderen das Telefon weglegen? Kann man ja sagen. Oder geht es darum, einen Schuldigen für die eigene Einsamkeit zu finden? Meine Vermutung: Da hülfe auch die globale Abschaltung des Internets nichts. Das würde nur der Politik in die Hände spielen. Mein Vorschlag: Nicht den Browser schließen, sondern das Herz öffnen. Wenn die Herzen offen sind, kann uns keine Maschine ablenken. Aber das Herz lässt sich nicht so einfach öffnen wie eine App. Das braucht Mut, Unterstützung, Übung und Wissen — und da kann das Internet helfen. Noch bist du ja online: http://bfy.tw/2J0g