Offener Brief an Josef Joffe

von | 24. Jan 2017 | 1 Kommentar

Josef Joffe, Herausgeber der Zeit, hat im Presseclub am 22.1.17 bei der Frage, ob eine Amtsenthebung des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump möglich ist, einen Mord im weißen Haus ins Spiel gebracht.

Sehr geehrter Herr Joffe,

ich habe größten Respekt vor dem Beruf des Journalisten und bin äußerst erschrocken über Ihre Aussage im Presseclub. Der Klarheit wegen wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie mir folgende Fragen beantworten könnten.

1. Herr Joffe, meinen Sie mit Mord, den direkten Mord am US-Präsidenten und rufen Sie dazu auf?

2. Oder haben Sie Kenntnis von einem geplanten Anschlag und unterstützen bzw. befürworten Sie diesen?

3. Planen Sie ggf. selbst die Ermordung Donald Trumps?

4. Handelt es sich vielleicht um ein Missverständnis und wollen Sie gar nicht den Präsidenten getötet wissen, sondern eine x-beliebige Person im weißen Haus, um damit die Chancen eines Amtsenthebungsverfahrens zu verbessern?

5. Würden Sie sagen, dass so ein Mittel grundsätzlich in Demokratien geeignet ist, wenn der politische Gegner die Wahl gewonnen hat?

6. Stellen wir uns vor, der Chefredakteur der Jungen Freiheit hätte bei Obamas Amtsantritt einen Mord im weißen Haus ins Spiel gebracht. Wie wäre da Ihre Reaktion ausgefallen?

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Heuler