Kritik am Kampagnenfilm »Recht auf Menschenrecht«

von | 30. Sep 2015 | 0 Kommentare

Jung van Matt war wieder kreativ, und ich bin wieder subversiv: »Du bist Deutschland« hat mir nicht gefallen und »Recht auf Menschenrecht« gefällt mir auch nicht. Warum?

Die Menschenrechte sind gut gemeint, aber leider nicht gewaltfrei. Es kann kein Recht auf etwas geben, zum Beispiel auf Arbeit, Bildung, Nahrung, Kleidung, Wohnung oder ärztliche Versorgung — so wie in den Menschenrechts-Artikeln 23-26 gefordert. Für die Nahrung, Kleidung, Bildung und Wohnung des einen, muss ein anderer bezahlen. Ich verstehe natürlich das Engagement der kreativen Elite in diesem Kampagnenfilm. Sie haben die besten Absichten, aber leider ungeschickte Strategien. Zu Ende gedacht, sind deren Forderungen totalitär. Wir können Armut und Ungleichheit leider nicht per Dekret abschaffen. Bei Popper heißt es: »Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, produziert stets die Hölle.«