Leemon Baird erklärt sein Hashgraph

von | 20. Dez 2017 | 0 Kommentare

Hashgraph scheint eine deutlich bessere DLT (distributed ledger technology) zu sein als die Blockchain. Ein genialer Vortrag des Erfinders.

In diesem Vortrag erklärt Leemon Baird die Unterschiede von Blockchain und Hashgraph und es wird sofort klar, warum Geschwindigkeit und Sicherheit bei Hashgraph höher sind.
1. Geschwindigkeit: »Proof of Work« bei einer Blockchain ist eine massive Verschwendung von Energie; diese Verschwendung ist aber systemimmanent, um nicht zu viele Gabelungen zu bekommen.
2. Sicherheit: Wenn mehr als ein Drittel der Benutzer Verbrecher sind, kann man jedes System blockieren oder korrumpieren (dass man angeblich 51 Prozent bei einer Blockchain braucht, ist ein Mythos). Aber bis zu dem Drittel hat Hashgraph den Vorteil des echten »Asynchronos Byzantine«. Die genialen Ideen von Baird, die hinter Hashgraph stecken, lauten: »gossip on gossip« und »virtual voting«.

Um all diese Begriffe verstehen zu können, muss man den Vortrag gesehen haben. Baird ist aber nicht nur ein offensichtlich genialer Mathematiker, sondern auch ein brillanter Redner und guter Didaktiker. Er hält diesen Vortrag vor Harvard-Studenten, die gute Fragen stellen. Ich verspreche 80 Minuten Hochgenuss. Natürlich nur, wenn man sich für das Thema DLT interessiert.

Die Frage, die man sich den ganzen Vortrag über stellt, lautet natürlich: Gibt es schon eine Kryptowährung, die auf dem Hashgraph basiert? Und die Antwort lautet: Noch nicht, denn bis jetzt hat Bairds Firma (Swirlds) nur einen permission Ledger im Programm und noch keinen public Ledger. Der wird aber sicher noch kommen. Ich habe Baird jetzt auf dem Radar und werde wahrscheinlich sofort investieren, falls es was zum Investieren gibt.

Wer das Ganze noch dichter haben will, weil er schon voll im Thema steckt, der schaut sich diesen Vortrag an. Dem einfachen Golflehrer aus Düsseldorf ging das jedoch zu schnell.

Ein Video, das ich aber noch empfehlen kann, ist das Interview von Mike Maloney mit Baird. Hier spricht er über die Welt, die er sich vorstellt, und über den Prozess, wie die Idee entstand: