Nanowrimo

von | 29. Okt 2019 | 0 Kommentare

NaNoWriMo — der National November Writing Month — ist genau mein Ding: 50.000 Wörter, also einen ganzen Roman im November zu schreiben, ist die Aufgabe dieses Wettbewerbs. 300.000 Romane sind so schon entstanden. In der Wikipedia wird alles erklärt.

Da unser Roman »Der Normopath« schon aus 40.000 Wörtern besteht, trete ich mit einem neuen Projekt an. Das Genre ist wieder der philosophische Roman. Plot, Exposé und Rückseitentext stehen bereits, aber mit dem Schreiben geht es regelbedingt erst am Freitag los. Hier der Rückseitentext zum Neugierigmachen (weiter unten auch als anderthalbminütiges Audio):

Theos Traum

Die drohende Scheidung seiner Eltern vor Augen, schläft der 12-jährige Theo unruhig ein. In einem Traum erklärt ihm Gott, warum in der Bibel steht, dass die Menschen nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen essen sollen. Zu Theos Verwunderung empfiehlt er ihm auch, sich von allen Religionen fernzuhalten. Am nächsten Tag erkennt Theo plötzlich die wahren Ursachen menschlicher Konflikte. Weil er einen Großteil der Probleme seiner Eltern in seinen Lebenshaltungskosten vermutet, beschließt er, seine neue Gabe zu Geld zu machen. Er setzt sich mit einem Schild in eine U-Bahn-Station. Auf dem Schild steht »Empathie: 5 Minuten 50 Cent«.

Zur Überraschung der ersten Neugierigen haben Theos Analysen Hand und Fuß. Deren Weiterempfehlung sorgt am Folgetag für eine Warteschlange. Am vierten Tag entdeckt eine Fernsehjournalistin die Szene und produziert einen Beitrag, der sich viral im Internet verbreitet. Theo kann seinen Preis kontinuierlich erhöhen und wähnt sich mit diesem neuen Standbein der Familie vor einer Scheidung in Sicherheit. Eine erneute Krise macht allerdings deutlich: Die Scheidung ist nicht vom Tisch, sondern akuter als zuvor. Theo ist verzweifelt, weil all seine Mediationsversuche scheitern. Wieso kann er anderen Leuten helfen, nur nicht seinen Eltern?