Warnung der Bundesregierung

von | 10. Mrz 2017 | 0 Kommentare

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung teilt mit:

Berlin. Die Bundesregierung warnt vor einer gefährlichen konspirativen Vereinigung. Wie Innenminister Thomas de Maizière gestern verlautbaren ließ, bilden sich angeblich bundesweit so genannte GfK-Zellen. Ziel dieser potenziell reaktionären Gruppierungen sei die Verbreitung populistischer Informationen und einer Gesinnung, die das Gewaltmonopol der freiheitlich demokratischen Grundordnung infrage stelle. Ihre Mitglieder rekrutierten sich aus bekannt subversiven Kreisen, deren Ideologie von einer falsch verstandenen Toleranz und einem naiven Ablehnen von Gewalt geprägt sei.

Es gebe auch Hinweise auf rechtsradikales Gedankengut: Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, habe der inzwischen verstorbene Anführer dieser sektenartigen Vereinigung mit dem militanten Vornamen »Marshall« nach eigenem Bekunden Verständnis und Empathie für Adolf Hitler aufgebracht. Seibert verurteilte das als »pietätlos« und »heuchlerisch«. Unter dem fadenscheinigen Deckmantel einer so genannten wohlwollenden Grundhaltung werde hier eindeutig einer mangelnden Abgrenzung gegen das Böse das Wort geredet. Es heißt, Anhänger dieser Ideologie arbeiten aktiv an einer Zersetzung jeglicher Werte des Abendlandes: Bei der Bewertung von Gesinnungen und Handlungen nach den Kategorien »gut und böse, moralisch und unmoralisch, richtig und falsch« handele es sich laut der GfK-Lehre um tragische Strategien, die es zu überwinden gelte.

Ziel dieser infamen Ideologie seien auch Minderjährige: Selbst über Jahrhunderte bewährte Werkzeuge der Erziehung wie Lob und Tadel, Belohnungen und Bestrafungen würden von Vertretern der GfK-Lehre abgelehnt. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Claudia Bogedan warnte: »Einige GfK-Befürworter artikulieren ganz unverholen Zweifel an der staatlichen Schulpflicht.«

Brisant: Dass sogar Minderjährige gezielt angesprochen werden, sei Kennzeichen eines besonders perfiden Vorgehens.

Bundesjustizminister Heiko Maas wies darauf hin, dass Staatsbürger nicht auf die bewusst gefühlsorientierte Sprache in dieser Szene hereinfallen sollten. Selbst auf dem Boden eines Rechtsstaates solle es nach der Überzeugung der GfK-Anhänger nicht mehr ums Rechthaben gehen, sondern um die Befriedigung von Bedürfnissen. Wenn diese Gesinnung um sich griffe, so Maas, seien Chaos und Anarchie nur eine Frage der Zeit. Der Minister kündigte deshalb verschärfte Kontrollen einschlägiger Facebook-Gruppen an. Gerade dieser US-Konzern, der für seinen übertriebenen Liberalismus bekannt sei, müsse stärker in die Verantwortung genommen werden. Die Bundesregierung könne deshalb Sperrungen von Facebook in Facebook nicht mehr ausschließen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte selbst auf Nachfrage keine Stellungnahme abgeben, für sie sei — so wörtlich — »das moderne Interwebs noch Neuland«.
Sobald aber Klarheit herrsche, plädiert Merkel dafür, die Schuldigen mit aller Härte des Gesetzes strafrechtlich zu verfolgen. Eine Haltung des Wegsehens dürfe keinesfalls toleriert werden. Gerade uns Deutschen obliege diesbezüglich eine große Verantwortung.

Das Innenministerium veröffentlichte inzwischen eine Liste mit Merkmalen, die das Erkennen und Anzeigen der Sektenmitglieder erleichtern soll.

— Ablehnen von Zwang & Gewalt, auch im Dienste guter Sachen.
— Vertrauen in Mitmenschen und in freiwillige Solidarität.
— Wohlwollende Grundhaltung auch gegenüber Verbrechern.
— Bemühen um Empathie und Toleranz.
— Verlust des Wunsches, andere zu belehren oder zu erziehen.
— Hinterfragen der Strategien »Belohnen & Bestrafen«
— Hinterfragen der Strategien »Motivierung« und »Kritik«.
— Selbstverantwortung für Gefühle, Gedanken und Handlungen.
— Bereitschaft über Gefühle zu reden (auch Männer).
— »Wer hat Recht?« wird ersetzt durch: »Wer braucht was?«
— Irrationale Ablehnung jeglicher Autoritäten-Unterwerfung.

 

  • Sollte das bis hierhin noch nicht aufgefallen sein: Das ist Satire.