Motivations-Test

Dieser Motivations-Test baut auf Ken Wilbers Theorie der vier Triebe des Holons auf (Quelle: Eros, Kosmos, Logos, 2001). Er kann dazu genutzt werden, die eigenen Motive/Triebe genauer zu verstehen, aber auch mit anderen empathisch umzugehen. Ein Modell kann die Wirklichkeit natürlich nicht exakt abbilden. Eine Landkarte ist nie identisch mit dem Gelände, das sie abbildet. Aber sie kann durch die Vereinfachung bei der Orientierung helfen. Ich empfehle, den Test mit dem Partner oder einem Freund zu absolvieren, wobei ihn jeder zusätzlich für den anderen ausfüllt. So bekommt man nicht nur ein Bild der Selbstwahrnehmung, sondern auch ein Bild von außen.

Die Grafik am Ende der Auswertung sortiert die vier Eigenschaften von links nach rechts entsprechend der Gewichtung durch die individuelle Punktzahl, sodass grundsätzlich links die Eigenschaft mit den meisten Punkten steht und rechts die mit den wenigsten. Der Durchschnittswert nach ca. 500 ausgewerteten Tests beträgt 65. Eine Standardabweichung beträgt ungefähr 12. Das heißt, zwischen 53 und 77 befindet man sich noch im »normalen« Bereich, im Sinne von: Hier gibt es weder eine besondere Präferenz noch eine große Vermeidung. Werte über 77 bedeuten, dass dieser Trieb überdurchschnittlich ausgeprägt ist, Werte unter 41 bedeuten, dass man da unterdurchschnittlich unterwegs ist.

Man kann bei dieser Auswertung nicht »gut« oder »schlecht« abschneiden. Man ist eben, wie man ist. Nach neusten Erkenntnissen sind 50 Prozent genetisch bedingt. Die anderen 50 Prozent werden per Epigenetik durch die Umwelt beeinflusst. Grundsätzliche Änderungen der Persönlichkeit sind selten und schwierig. Aber allein die Erkenntnis, dass jeder ein anderes Profil hat, kann schon bei Konflikten helfen. Das Gegenüber sieht die Welt eben mit anderen Augen. In Teams ist es meist nützlich, wenn der Chef, Herr Schmitt, sich nicht nur Schmittchens sucht, sondern auch Leute mit anderen Talenten, selbst wenn die Kommunikation dann manchmal schwieriger werden kann.

Mehr zu diesem Kompass finden Sie in meinem Buch »Vom Sollen zum Sein« oder in meinem Golfroman »Jenseits der Moral«. Hier findet sich eine Grafik der vier Triebe.

Hier mein Video zu diesem Thema:

 

1.Spontanität ist eine meiner ausgeprägten Eigenschaften.
2.Mir wird schnell langweilig, wenn ich wiederkehrende, unkreative Arbeiten zu erledigen habe.
3.Ich habe viele Interessen.
4.Ich liebe Überraschungen.
5.Ich würde mich als Optimisten bezeichnen.
6.Ich halte mich für überdurchschnittlich kreativ.
7.Neue Dinge auszuprobieren und dabei etwas dazuzulernen, motiviert mich stark.
8.Ich bin sehr begeisterungsfähig.
9.»No risk, no fun« ist mein Motto.
10.Ich werde unruhig, wenn ich in einem Warteraum sitze, es nichts zu lesen gibt und ich auch sonst nichts zu tun habe.
11.Spielen ist für mich keine Zeitvergeudung, sondern eine Quelle der Inspiration.
12.Ich habe in der Regel sehr viel Energie.
13.Wenn ich nicht mehr zu arbeiten brauchte, würde mir sicher nicht langweilig werden.
14.Mir gefällt modische und bunte Kleidung.
15.Ich mag es, wenn man mir bei Aufgaben möglichst wenig Grenzen setzt.
16.Stress macht mir nicht viel aus. Im Gegenteil: Ohne einen gewissen Stress fehlt mir etwas.
17.Ich bin grundsätzlich sehr flexibel.
18.Im Zweifel gehe ich Dinge lieber zu vorsichtig an als zu sorglos.
19.Es ist mir wichtig, meine Pflichten gewissenhaft zu erfüllen.
20.Ich brauche in meiner Umgebung ein hohes Maß an Ordnung und Sauberkeit, um mich wohlzufühlen.
21.Ich bin immer pünktlich.
22.Alteingesessene Bräuche haben ihre Berechtigung; sie zu bewahren, halte ich für wichtig.
23.Unzuverlässigkeit kann ich nur schwer ertragen.
24.Ich versuche grundsätzlich, meine Aufgaben sorgfältig zu erledigen, auch wenn das etwas mehr Zeit erfordert.
25.Feste Abläufe und Routinen geben mir Sicherheit.
26.Dauernde Veränderungen bringen mich aus der Ruhe.
27.Ich gebe acht auf meine Sachen und pflege sie.
28.Ich halte es für nützlich, weit im Voraus zu planen.
29.Auf meine Freunde muss ich mich verlassen können, sonst sind es keine Freunde.
30.Ich schätze es, wenn Leute eher bescheiden und zurückhaltend auftreten.
31.Auch wenn ich im Zusammenhang mit der Kirche nicht alles gutheiße, bin ich trotzdem davon überzeugt, dass die Orientierung Normen, Werten und Regeln mit Allgemeingültigkeitsanspruch nützlich ist.
32.Kinder sollten ihre Eltern respektieren, Angestellte ihre Vorgesetzten, Schüler ihre Lehrer.
33.Wenn ich Sicherheit gegen Freiheit abwägen muss, entscheide ich mich eher für die Sicherheit.
34.Ich mag klassische Kleidungsstücke und Materialien hoher Qualität wegen ihrer Haltbarkeit.
35.Ich mag Wettbewerbe.
36.Ich versuche oft, hinter beobachteten Phänomenen Muster zu erkennen oder Algorithmen zu entschlüsseln.
37.Mit Logik kommt man in der Regel weiter als mit Gefühlen.
38.Ich liebe intellektuelle Herausforderungen und das Nachdenken darüber.
39.Ich verbringe meine Zeit lieber alleine als mit Leuten, die mich nur langweilen.
40.Ich mag keine Kompromiss-Lösungen.
41.Ich liebe Diskussionen, denn da zeigt sich schnell, wer logischer denkt.
42.Ich habe selten Schwierigkeiten, mich zu entscheiden.
43.Ich habe kein Problem damit, klar und deutlich zu sagen, was ich meine. Falsche Höflichkeit hilft am Ende keinem.
44.Wenn in einer Gruppe jemand gebraucht wird, der die Leitung übernimmt, stehe ich zur Verfügung.
45.So wichtig der Blick fürs Ganze ist, aber Blindheit gegenüber Details ist ein sicheres Rezept fürs Scheitern.
46.Bevor ich ein technisches Gerät kaufe, informiere ich mich genau über dessen Merkmale. Nach dem Kauf beschäftige ich mich gründlich mit der Bedienung.
47.Ich mag es nicht, von anderen abhängig zu sein.
48.In der Schule mochte ich lieber die naturwissenschaftlichen Fächer und Philosophie. In den Geisteswissenschaften und der Kunst wurde mir oft zu viel geschwurbelt.
49.Meine Selbstachtung und meine Authentizität sind mir wichtiger als Harmonie und Übereinstimmung.
50.Wenn ich einem Redner zuhöre, ist es mir wichtiger, dass seine Fakten stimmen, als dass er sympathisch rüberkommt.
51.Das Wichtigste bei Kleidung ist für mich ihre Funktionalität.
52.Ich interessiere mich für die Gefühle und Bedürfnisse meines Gegenübers.
53.Ich denke eher in Bildern als in Zahlen.
54.Ich schätze emotionale Nähe in Beziehungen.
55.Wichtige Entscheidungen treffe ich lieber aus dem Bauch oder dem Gefühl heraus, als sie zu Tode zu analysieren.
56.Ich kann Widersprüche gut aushalten, denn die Welt besteht nicht nur aus schwarz und weiß.
57.Ich muss bei Filmen oder Romanen oft weinen.
58.Vertrauen ist wichtiger als Kontrolle.
59.Wenn es Konflikte gibt, halte ich das schwer aus. Ich versuche dann zwischen den Parteien zu vermitteln, um wieder Harmonie herzustellen.
60.Ich kann mich manchmal schwer für eine Sache entscheiden, wenn ich dafür eine andere Sache ausschließen muss.
61.Kooperative Spiele machen mir mehr Freude als Wettbewerbe.
62.Bei mir besteht keine Gefahr, dass ich mich in Details verliere, denn ich habe immer das große Ganze im Blick.
63.Wenn die Verbindung zwischen zwei Menschen steht, findet sich für jedes Problem eine Lösung.
64.Ich halte mich für einen Team-Player und arbeite gerne mit anderen zusammen.
65.Wenn jemand mein Vertrauen missbraucht hat, fällt es mir schwer, nicht nachtragend zu sein.
66.In der Schule hatte ich mehr Spaß an Dingen wie Sprachen, Kunst, Musik und Literatur als an Naturwissenschaften.
67.Bei Kleidung ist mir wichtig, dass sie bequem ist und ich mich in ihr wohlfühle.
68.Ich beschäftige mich viel mit meiner eigenen Gefühlswelt.

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